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Die Heilpflanzenserie

Liebstöckel

(Levisticum officinale)


von Martin Mauter, Meister im Garten- und Landschaftsbau, Soest


Der Liebstöckel, auch als Maggikraut bekannt, gehört zur Gattung Levisticum und stammt aus der Familie der Doldenblütler. Zur Bezeichnung „Maggikraut“ kam es aufgrund der Geschmacksähnlichkeit vom Liebstöckel mit der Maggi-Würze. Ursprünglich in Südwesteuropa beheimatet, gedeiht er allerdings auch in Mitteleuropa prächtig und wurde daher schon vor Jahrhunderten in mitteleuropäischen Gärten angebaut. Der Liebstöckel wirkt außerdem als Heilmittel gegen viele Krankheitserreger.

Die heilende Wirkung des Liebstöckel u.a. bei Halskrankheiten und Magenbeschwerden wird schon bei Hildegard von Bingen gelobt. Auch Dioskurides beschreibt Samen und Wurzel von ligystikón als erwärmend und verdauungs-fördernd. Heutzutage sind der Haupt-Einsatzzweck des Liebstöckels Verdauungs-probleme, da er den Appetit stärkt und Verdauungsorgane dahingehend gestärkt werden, dass die eingenommene Nahrung gut verdaut werden kann. Die Samen, Wurzel oder die Blätter können als Tee oder Tinktur eingenommen werden und bei Koliken oder Blähungen helfen. Zudem wird Liebstöckel bei Nierensteinen, Menstruationsschmerzen und Blasenentzündung. Abkochungen der Wurzel können als Umschlag oder Bad gegen Ekzeme oder Geschwüre verwendet werden.

Die Samen lassen sich Brot und Käsegebäck, die Blätter Suppen, Eintopfgerichten und Salaten hinzugeben. Junge Triebe der Pflanze können als blanchiertes Gemüse verzehrt werden.

Um Liebstöckel im Garten anzubauen, wird ein tiefer, nährstoffreicher, feuchter Boden, am besten in der Sonne oder im Halbschatten, benötigt. Liebstöckel kann im März und April sowie im September und Oktober gepflanzt werden. Allerdings benötigt er viel Platz; mindestens einen Meter zu anderen Pflanzenarten, da er das Wachstum anderer Arten hemmt. Hat die mehrjährige Pflanze einen Platz im Garten gefunden, kommt sie jedes Jahr wieder. Sie wird außerdem so groß, dass eine Familie durchaus ihren Jahresbedarf an Liebstöckel für Küche und Hausapotheke damit decken kann. Die Ernte der Wurzeln kann im dritten Jahr erfolgen. Sie können frisch verwendet oder für Absude, Tinkturen, Extrakte sowie für Öldestillation getrocknet werden.

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